Impulse im Baltikum für eine nachhaltige und zukunftsträchtige Energieversorgung
Erfolgsfaktor Erneuerbare Energien
Der Einsatz erneuerbarer Energien spielt in der Energiepolitik der baltischen Staaten eine zunehmend wichtigere Rolle und wird künftig zur Sicherung der Energieversorgung unabdingbar sein. Das Ziel der Länder ist die Selbstversorgung mit Energie und es verlangt strategische Entscheidungen im Hinblick auf die Wahl der Energieträger. Neben strategischen Projekten, wie der Anbindung der baltischen Energiemärkte durch Strombrücken nach Polen und Schweden, steht daher der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Mittelpunkt der Energiepolitik. Die Entscheidungsträger in den zuständigen nationalen Ministerien und Institutionen sind dabei sehr daran interessiert, deutsche Technologien und Know-how einzusetzen.
Konferenz zum Thema Erneuerbare Energien in Riga
Die Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen (AHK) hat deshalb zahlreiche Aktivitäten und Projekte auf ihre Agenda gesetzt, um die bilaterale Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien zu forcieren. So veranstaltete die Handelskammer am 25. Mai 2010 ein eintägiges Symposium zum Thema "Strom- und Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien. Biomasse, Biogas, Kraft-Wärme-Kopplung". Die Veranstaltung war zentraler Bestandteil des bereits zum fünften Mal von der DBHK im Rahmen der Exportinitiative Erneuerbare Energien durchgeführten AHK-Geschäftsreiseprogramms, an welchem sich vom 24. bis 27. Mai 2010 insgesamt sechs deutsche Unternehmen beteiligten. Ergänzend waren zur Konferenz drei Fachreferenten aus Deutschland nach Riga gekommen, um über Erfahrungen und Stand der Technik zu berichten.
Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Programms ist es, die Geschäftsbeziehungen zwischen Deutschland und den baltischen Staaten insbesondere im Bereich der Erneuerbaren Energien zu fördern und auszubauen sowie Partner in den baltischen Staaten über aktuelle Themen auf dem Gebiet der Energieerzeugung aus Biomasse und Biogas zu informieren. "Wie sich schon bei den Veranstaltungen in den vergangenen Jahren gezeigt hat, sind das Interesse und der Bedarf an Informationen über Technologien und Konzepte zur alternativen Energiegewinnung in den baltischen Staaten nach wie vor sehr hoch", bilanziert Jurate Lemke, Energieexpertin der AHK. Insgesamt konnte die Handelskammer mehr als 110 Teilnehmer willkommen heißen.
Die Teilnehmer aus Estland, Lettland und Litauen interessierten sich insbesondere für die konkreten Anwendungsgebiete und Nutzungsmöglichkeiten sowie die Wirtschaftlichkeit der in Deutschland betriebenen Anlagen. Ebenso großes Interesse fanden die Vorträge zu den Rahmenbedingungen im Bereich Erneuerbare Energien in Deutschland und der aktuelle Überblick über die Marktsituation in Lettland. Die deutschen Teilnehmer hingegen lauschten aufmerksam den Worten der Vertreterin des lettischen Wirtschaftsministeriums, die die Verabschiedung des neuen lettischen Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Herbst diesen Jahres ankündigte. Mit Hilfe der neuen Regelungen sollen wichtige Weichen für die zukünftige Energieversorgung Lettlands gestellt und die Förderung lokaler erneuerbarer Energiequellen - ähnlich wie in Litauen und Estland - zu einem energiepolitischen Hauptziel gemacht werden. Im zweiten Konferenzteil schlossen sich dann die Vorstellungen der deutschen Unternehmen an, wobei zunächst der Themenkomplex der festen Biomasse behandelt wurde, später dann die Technologien zur Biogasherstellung im Mittelpunkt standen.
Den vollständigen Bericht der Deutsch-Baltischen Handelskammer finden Sie hier (PDF: 22,7 KB).
Kontakt
Deutsch-Baltische Handelskammer in Estland, Lettland, Litauen (AHK)
Jurate Lemke
Tel.: +370 5 213 1122
E-Mail: jurate@ahk-balt.org